Wir haben uns besonders auf das Gebiet der Behandlung der weiblichen und männlichen Stressharninkontinenz spezialisiert. So finden in unserer Klinik hauptsächlich die minimalinvasiven Therapieverfahren (Schlüsselloch-Technik, keine Narben) Anwendung. Ziel der Operationen, welche auch kombiniert werden können, ist die Wiederherstellung der zum Urinhalten notwendigen anatomischen Beziehung zwischen Blase, Harnröhre und Beckenboden.

TOT bei der Frau (Transobturatorisches Band)
Seit 2004 wird an unserer Klinik bei stressinkontinenten Frauen erfolgreich das so genannte Transobturatorische - Tape (TOT) eingesetzt.
Entscheidend ist hierbei eine von Scham- und Sitzbein gebildete beiderseits am Becken vorhandene natürliche Öffnung. Durch diese wird ein Kunststoffband im Unterleib eingezogen und spannungsfrei um die mittlere Harnröhre gelegt.

Laparoskopische Sakropexie (Scheidenanhebung)
Da die Streßharninkontinenz meist kein isoliertes Leiden darstellt sondern mit Defekten des Halteapparates des kleinen Becken (Blasenvorfall, Gebärmuttervorfall, Scheidenvorfall) einhergeht, kann mittels diesem Verfahren die annähernde Wiederherstellung der normalen körperbaulichen Verhältnisse erreicht werden.Das obere Scheidenende wird über Bauchspiegelung (Schlüsselloch-Technik) am Kreuzbein mittels eines Kunststoffbandes befestigt und ggf. die Gebärmutter bei Gebärmuttertiefstand im selben Eingriff mitentfernt.
TOT beim Mann (TOT Band mit Manschette)

Auch beim Mann haben sich vor allem bei Inkontinenz nach Prostataoperationen minimalinvasive Therapien durchgesetzt. Mit adjustierbaren Bändern (ATOMS-System) können diese Inkontinenzformen sehr gut behandelt werden.
Sakrale Neurostimulation

Eine Reihe von komplexen Harnblasenfunktionsstörugen lassen sich nicht mit herkömmlichen Therapiemethoden behandlen. Hierzu gehörten bestimmte Formen der Dranginkontinenz, unwillkürlicher Urinverlust mit Blasenkrämpfen oder Schließmuskelstörungen, die den Patienten zum Selbstkatheterismus zwingen.Für derartige Erkrankungen bieten wir als spezialisiertes Zentrum die Implantation eines Blasenschrittmachers (Neurostimulator) an. Wie ein Herzschrittmacher gibt der Neurostimulator permanente schwache elektrische Impulse an die entsprechenden Sakralnerven ab. Dadurch werden nicht nur die quälenden Symptome behandelt, sondern es kommt auch zu einer rehabilitativen Wiederherstellung der natürlichen Funktionalität der Blase.
Anschrift (Eutritzsch)
Delitzscher Straße 141
04129 Leipzig
Haus 56
Chefarzt:
PD Dr. med. habil. Amir Hamza
Leitender Oberarzt:
Dr. med. Ronald Serfas
Pflegedienstleiter:
Lutz Kindermann
Sekretariat:
Telefon: 0341 909-2751
Telefax: 0341 909-2775
E-Mail:
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Anzahl Betten:
74
Beteiligungen an interdisziplinären Zentren:
Kontinenzzentrum
Interdisziplinäres Behandlungszentrum für Onkologie
Interdisziplinäres Zentrum für Nierenkrankheiten