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St Georg Unternehmensgruppe

Vision vom „Therapierollerfuhrpark“ für an Rheuma erkrankte Kinder wurde Realität

Zontafrauen übergeben Spende an Klinikum St. Georg
2007 war es noch eine Vision von Prof. Dr. Michael Borte aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum St. Georg. Jetzt ist er Wirklichkeit geworden, der Traum vom „Therapieroller-Fuhrpark“ für an Rheuma erkrankte Kinder. Mit einem Therapieroller im Oktober 2007 fing alles an. Jetzt verfügt die Kinderklinik des Klinikums über insgesamt sieben dieser Fortbewegungsmittel. Ermöglicht hat dies zum größten Teil der Zontaclub, indem er das Klinikum erneut mit einer Spende bedacht hat.

Ein sogenannter Therapieroller kann besonders für Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren eine große Erleichterung bedeuten, sind die betroffenen Kinder doch aufgrund der krankheitsbedingten Gelenkschmerzen oftmals stark in ihrer Mobilität eingeschränkt.  Der Therapieroller ermöglicht den Kindern eine weitestgehend schmerzfreie Fortbewegung sowohl innerhalb der Station als auch auf dem Gelände des Klinikums. Nachdem sich der „Fuhrpark“ jetzt so vergrößert hat, können im Einzelfall solche Roller auch nach Hause ausgeliehen werden.

Dem Zontaclub, einer Organisation berufstätiger Frauen für Frauen, liegt nach Aussage der Präsidentin des Clubs Leipzig Ute Rittmeier, auch ganz besonders das Wohl und die Gesundheit der Kinder am Herzen. „Seit Jahren beobachten wir die Entwicklung im Klinikum St. Georg und sehen, was sich dort alles tut, auch und gerade auf dem Gebiet der pädiatrischen Rheumatologie. Wir sehen dort Geld unserer Spender gut angelegt und freuen uns, dass es wieder gelungen ist, einen sinnvollen Beitrag zu leisten.“ In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Georg gibt es seit April 2003 eine Spezialsprechstunde für rheumakranke Kinder und Jugendliche, die jeden Dienstag und Donnerstag in der
                                                                                   Kinderambulanz (Delitzscher Straße 141, Haus 26) abgehalten wird.

Da die Kinder- und Jugendrheumatologie/Pädiatrische Immunologie und Infektiologie ein Versorgungsschwerpunkt der Kinderklinik ist, erfahren Betroffene hier auch stationäre Behandlung. Pro Jahr verzeichnet das Klinikum mehr als 800 Konsultationen rheumakranker Kinder und Jugendlicher. Prof. Dr. Michael Borte, Chefarzt des Fachbereiches pädiatrische Rheumatologie, Immunologie und Infektiologie am St. Georg und aufgrund seiner Spezialausbildung zum Pädiatrischen Rheumatologen mit dem Thema Rheuma besonders vertraut, legt dar, „dass rheumatische Erkrankungen bereits ab dem Kleinstkindesalter auftreten können und nicht erblich sind. Allerdings sind genetische Risikofaktoren nicht von der Hand zu weisen“.

Etwa 30.000 Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 18 Jahren benötigen  deutschlandweit eine spezialisierte kinderrheumatologische Behandlung. Jährlich kommen etwa 2000 neu hinzu. Die Häufigkeit entspricht etwa der von Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Während rheumatische Erkrankungen bei Erwachsenen in der Regel einen chronischen Verlauf nehmen, ist im Kindesalter durchaus eine Heilung möglich.

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